Ingenieurbüro für Baustatik
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Deponie Jüdenberg stoppen

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Was sind die neuesten Aktivitäten unseres Protests?

Stand: 25. Februar 2020

Die Bürgerinitiative war beim traditionellen Rosensonntagsumzug mit am Start. Von Seiten der Gräfenhainicher Bevölkerung

gab es viel Zuspruch und Unterstützung. Sprüche wie "Hier ruht der Tourismus-er starb viel zu früh" wiesen auf die

Thematik hin.

Karneval-HDR

Petition gegen die Deponie bei Change.org

Über 5000 Unterschriften sind bereits gesammelt, - Ziel ist 7500 Deponiegegner zusammenzubekommen.

Stand: 2. Februar 2020

Der Widerstand organisiert sich, es kommt Hilfe und Unterstützung von vielen Seiten. Eine sehr erfolgreiche online-Petition findet sich unter Change.org . Vielen Dank an die Initiatoren!

change-org

https://www.change.org/p/landkreis-wittenberg-keine-giftm%C3%BClldeponie-in-06773-j%C3%BCdenberg

Auch im Regionalfernsehen & Radio sind wir angekommen: Dieter Feldhaus beantwortet Fragen von rbwonline.

https://www.rbwonline.de/index.php?cmd=68851

Auch in Radio SAW ist die Deponie ein Thema:

https://www.radiosaw.de/deponie-bei-juedenberg-geplant

Kurzes Statement von Sepp Müller

Jetzt gibt es auch vom mit Direktmandat gewählten Bundestagsabgeordneten Sepp Müller ein kleines Statement zum Thema. Wer Facebook hat, kann sich den Originalton anhören und ansehen.

https://de-de.facebook.com/SeppMuellerMdB/

Grundsätzlich soll es im März Gespräche sowohl mit der Firma Papenburg, als auch mit der Bürgerinitiative geben. Der Tenor war kurz zusammengefasst wie folgt: auf dem „geschütteten“ Boden muss es nicht zwangsläufig eine Deponie geben. Er will mit den Vertretern von Papenburg und der Bürgerinitiative sprechen. Insgesamt macht die Stellungnahme verhalten optimistisch...

Wir werden mit dem Widerstand aber nicht locker lassen. Wie so etwas in letzter Konsequenz aussehen kann, seht ihr hier:

Aktivisten besetzen Kohlekraftwerk Datteln

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/datteln-4-ende-gelaende-aktivisten-besetzen-umstrittenes-kohlekraftwerk-a-598555d3-4243-483e-aacd-67fa2c08f7aa

MZ-06-02-2020

Artikel aus der Mitteldeutschen Zeitung vom 6.2.2020

Wir kommen auch in der Presse jetzt häufig vor. Die lokale Politik hat verstanden, dass die Deponie zum Widerstand geradezu herausfordert.

ProtestImDorf

Der Widerstand nimmt in Form von Plakaten jetzt auch sichtbare Gestalt im Ortsbild an. Kreative Designideen signalisieren den Durchreisenden was hier keiner haben will.

Bürger-stoppen-Deponie-Jüdenberg-Gräfenhainichen

Deponiefläche : vorgesehen sind 23,9 ha

Ablagerungskörper beträgt 15,5 ha

Das Volumen des Deponiekörpers wird mit 2,7 Mio. cbm angegeben. Die Laufzeit der Deponie einschließlich Stilllegungsphase soll 30 Jahre betragen.

Deponie-stoppen1
Zunächst die Fakten

Errichtung einer Deponie der Deponieklasse I am Standort Gräfenhainichen, Ortsteil Jüdenberg

Allgemeine Beschreibung des Vorhabens

Die GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH, Berliner Str. 239 in 06112 Halle (Saale) beabsichtigt, in Jüdenberg parallel zum Sandabbau - abschnittsweise eine Deponie der Deponieklasse I zu errichten.

Wer kann das begreifen?

• In einer nach den Verwüstungen des Braunkohlebergbaus mit gewaltigen Investitionen für die Sanierung grade wiederentstandenen naturnahen Landschaft soll eine Giftmülldeponie entstehen.

• Die Renaturierung des Tagebaus hat viele Mio. Euro gekostet. Die entstandene Landschaft ist sehenswert und sauber. Das weitere Entwicklungsziel ist Erholung und Kultur.

• Die Deponie soll zwischen Ferropolis, der Stadt aus Eisen, einem der klarsten Seen Deutschlands, Natur- und Landschaftsschutzgebieten wie Dübener und Oranienbaumer Heide, in unmittelbarer Nähe zur Ortslage Jüdenberg und zur Wasserschutzzone des Wasserwerks Oranienbaum entstehen.

• Durch viele Ideen und Schweiß vieler Bürger und mehr als 24 Mio. € Fördermittel hat sich Ferropolis zu einem europaweit und darüber hinaus bekannten Veranstaltungs- und Museumsstandort entwickelt. Was wird aus Ferropolis und der Infrastruktur im Umfeld, wenn in Sicht- und Hörweite die Deponie errichtet wird?

• Der See ist ein naturrechtlich geschütztes Gewässer. Mit der hervorragenden Wasserqualität ist es als Bade- und Tauchgewässer bei der Bevölkerung sehr beliebt und soll für den Tourismus weiter erschlossen werden.

• Das Wasserwerk Oranienbaum versorgt rund 100.000 Einwohner. Das hier gewonnene Grundwasser fließt aus Richtung der geplanten Deponie zum Wasserwerk. Unter der Deponie wird das Grundwasser mit Deponiesickerwasser kontaminiert und mit einiger zeitlicher Verzögerung das Wasserwerk erreichen.

• Z. Z. schon in Betrieb befindliche Deponien zeigen, dass bei entsprechender Witterung große Staubmengen verweht werden. Dadurch betroffen ist in erster Linie das empfindliche Ökosystem des Gremminer Sees, die Bürger Jüdenbergs und die Besucher von Ferropolis.

• Die Lärmkulisse beim Aufbau der Bühnen und anderer Infrastruktur für die Großveranstaltungen in Ferropolis ist im Bereich der Deponie deutlich zu hören. Der Lärm des Deponiebaus wird also die Besucher von Ferropolis ständig begleiten. Natürlich ebenso betroffen sind die Anwohner.

deponielandschaft
Deponie

Dagegen formiert sich nach und nach Widerstand nicht nur in der unmittelbaren Umgebung des vorgesehenen Standorts, sondern auch in der kommunalen und überregionalen Politik.

Argumente gegen diesen Deponiestandort gibt es viele.

Die nachfolgenden Thesen verstehen sich als eine Art Sammelstelle aller „weichen“ und „harten“ Fakten. Diese können und sollen erweitert und konkretisiert werden.

Welche rechtlichen und politischen Aktivitäten daraus folgen, sei hier einmal dahingestellt.

Die Reihenfolge spiegelt hierbei nicht die Wertigkeit oder Wichtigkeit des einen oder anderen Arguments wieder.

1. Es gibt keine Akzeptanz der Deponie in der Bevölkerung.

2. Alle im Stadtrat vertretenen Parteien haben sich ebenfalls gegen das Projekt ausgesprochen.

3. Die seitens der Fa. Papenburg eingereichten Planungsunterlagen vom 26.09.2018 sind an vielen Stellen fragwürdig und widersprüchlich.

4. Vertreter der Landesregierung und die Ministerin Fr. Prof. Dalbert, sind gegen Müllimporte nach Sachsen-Anhalt.

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5. Ein allgemeiner und konkreter Bedarf an mehr Deponiekapazität der Deponieklasse 1 konnte nicht nachgewiesen werden.

6. Von der neuen Deponie profitiert finanziell nur die Firma Papenburg. Die Stadt Gräfenhainichen hat ein völlig vernachlässigbares Mehraufkommen an Gewerbesteuereinnahmen .

7. Nach EU-Recht ist nach einmal erteilter Betriebserlaubnis nicht mehr zu verhindern, dass gemäß den verbindlichen Abfallschlüssel-Nummern gefährliche Abfälle wie Filterstaub/Asche und Rückstände von Katalysatoren auch aus anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union importiert werden.

8. Beeinflussung des Trinkwassers: die Hauptfließrichtung des kontaminierten Wassers unter der Deponie ist in Richtung des Trinkwasserschutzgebietes Wasserzweckverband ORANIENBAUM - WÖRLITZ - VOCKERODE.

9. Der Eintrag von Schadstoffen erfolgt mit jährlichen Schwankungen über unabsehbare Zeiten.

10. Wenn irgendwann in der Zukunft einmal eine Kontamination im Grundwasser festgestellt würde, dann ist das Problem quasi irreparabel. Die Dichtschicht geht nicht wieder instand zu setzen . Zumindest nicht mit einem akzeptablen Aufwand.

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11. Das zu erwartende hohe LKW-Aufkommen von rund 300 Fahrzeuge pro Tag führt zu einer dauerhaften Belastung von Mensch und Natur.

12. Der Imageschaden für die Tourismusregion Dessau-Wörlitzer Gartenreich Ferropolis und Dübener Heide ist bei einem Deponiebau unvermeidlich.

13. Wir befinden uns mit der geplanten Deponie auf einem Kippengelände aus den 1970 er Jahren. Der Boden ist kein gewachsenes Erdreich, sondern eine lockere Aufschüttung.

14. Auf dieser lockeren und wenig konsolidierten Aufschüttung soll im Laufe der Jahre eine 30 m dicke Schicht aus Deponieabfällen entstehen!

15. Aus diesen Gründen ist infolge ungleichmäßiger Setzungen ein „Aufreißen“ der 50 cm dicken Tondichtungschicht quasi unvermeidlich. Was daraus folgt ist in Pkt. 10 beschrieben.

16. Das in Bergbaufolgelandschaften gefürchtete „Setzungsfließen“ ist nicht auszuschließen.

Anm. : Setzungsfließen

Das S. ist eine Rutschung infolge einer spontanen Verflüssigung locker gelagerter, wassergesättigter, gleichförmiger, sandiger Kippen. Die spontane Verflüssigung wird durch ein Initial (z. B. Erschütterung) ausgelöst, das zum Gefügezusammenbruch, Porenwasserdruckanstieg und Festigkeitsverlust im wassergesättigten Kippenboden

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17. Für die hohe Staubbelastung aus dem praktischen Betrieb der Anlage gibt es zahlreiche negative Beispiele.

18. Auf das Gelände der jetzigen Tongrube, sind zum jetzigen Zeitpunkt bereits unterschiedlichste Abfälle verbracht worden, die mit der Betriebserlaubnis „Tonabbau“ nichts zu tun haben.

19. Die Antragstellung auf Nutzung als Deponie der Deponieklasse 1 beinhaltet auch ein Konzept für den Umgang mit dem Deponiewasser. Ca. 50.000 m³ pro Jahr müssen mit Filtertechnik gereinigt, durch Pumpen bewegt und durch Kläranlagentechnik aufbereitet werden.

20. Schon allein diese Größenordnung lässt erahnen, welcher technischer und energetischer Aufwand getrieben werden muss. Und dies auch nach Einstellung des Deponiebetriebs (30 Jahren Nutzungsdauer) auf Kosten des deutschen Steuerzahlers.

Rueckbau-Kerntechnische-Anlagen-Kraftwerke-Deutschland

Ein anderer Aspekt wurde dabei noch gar nicht berücksichtigt. Dieser steht in unmittelbaren Zusammenhang mit Merkels teurer und nicht nachvollziehbarer Energiewende nach dem Unglück des Kernkraftwerks in Fukoshima.

Alle (ca. 40) AKW müssen in den nächsten 30 Jahren zurückgebaut werden.

Welche praktischen Auswirkungen hat das für die Abfallwirtschaft? Oder etwas konkreter gefragt: Wie sind Deponien der der Deponieklasse I betroffen?

•Der schwach radioaktive Bauschutt kommt auf Deponien (DK I und II)

•In der Umgebung wehrt sich die Bevölkerung

•Für Mitteldeutschland winkt ein riesiges Geschäft

•Deshalb die Antragsflut für Deponien in Sachsen-Anhalt

•Nach dem Kohleausstieg kommt der Atommüll nach Sachsen-Anhalt

•Schleswig-Holstein will seinen Atommüll behalten1)

•Bremen liefert nach Sachsen

•Niedersachsen schickt ihn nach Sachsen-Anhalt

•Und die Anderen?


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Quelle: https://tragwerk-und-statik.de/Deponie_J%C3%BCdenberg_stoppen

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